Anläßlich des 120 jährigen Junbiläums hat Hermann Frühwirt das Original Gedicht von Leopold Magerer an Geschehnisse der letzten 50 jahre angepasst.

Zum Teufel eini noch einmal
So sprach vor (70) 120 Jahren Herr Skal.
Es werden sich doch Männer finden
Um eine Feuerwehr zu gründen.

Es war zu dieser Zeit g´wiß net leicht
Aber der Herr Skal hats doch erreicht.
Und d`Zeller Gmoa hat dann  zum Dank
a ganze Storoß nach eahm benannt.

Wia da Rberger Kommandant
war d´Feuerwehr scho hübsch beinand.
Schläuch  und Gerät hams scho ghabt
und auch im Einsatz hats schön geklappt.

die Kommandanten Fuchs und Beer
haben weiter gschafft für die Feuerwehr.
Und unter Nussers Schliff und Schneid
ward Zeller Feuerwehr scho a Freud

nur ans, war damals furchtbar schwer
des auskemma mit da Stadtfeuerwehr.
Wia zwoa grazte Goglhauna
warn de zwoa Feuerwehrn aufanaunda.

Besonders die Herrn Kommandanti
warn aufeinander furchtbar granti
und jeder is vor Neid fast zersprunga
wann der andere zuerst zum Feuer kumma.

Dann war der Krieg und des war schlecht
da war die Zeller Wehr nur recht
als Löschabteilung für die Stadt
dazua warn die Zeller sich zu schad.

Die meisten Alten hats verdrossen
des warten ob sie`s ausfahrn lossn.
Fürn Ruckensteiner war des schwer
als Brandwachkommandant der Wehr
habns eahm umeinander grissn
mit einem Wort  „es war beschissen“

Dann war der Krieg endlich vorbei
da war die Wehr beinah entzwei.
Da hat der Grasberger Edie gwerkt
und man hats richtig gmerkt
es is a rechter Kommandant
und halt die Zeller Wehr beinand.
so wias für d´Feuerwehr a gehört
nur bei den Mitteln da hats bert.

Wia d ´Éntnazifizierung dann vorbei
war der Weissenhofer Karl an der Reih.
Er hat mit viel Müh und Plagn
so Stoa für Stoa zusammentragn.

Noch´n Weißenhofer Karl hot die Maunschoft gmoant mit Beschluß,
das da  Pöchhacker Florian die Feuerwehr als Komandant nehma muas.
In dieser Zeit, es woar sehr schwer,
mit unsere Autos hots ghapert immer mehr.
Beim  Stahrmüller Wogn
san die Pleiln davon gflogn,
a neues Auto muas her,
de oidn dans nimmer mehr.

Des woar da Spruch von Florian,
jetzt fang ma zum sparen an.
Gemeinsam mit den Kameraden,
is er zur Gmoarotssitzung gangen.
Hot in Burgamoasta und den Gemeinderot,
berichtet von der grossen Not.
Das d`Feuerwehr  wauns brennt,
net nur mit den Kübel rennt,
sondern das es g´scheiter wehr-
es muas a neues Tanklöschfahrzeug her.
Ausserdem miassn d`Mauna,
a zum Feuer kumma.
Und des is quwis,
das des net nur z´Fuas is,
brauch ma a an Geländewogn,
mir kinan d´Spritzn do net zuwidrogn.

Da Burgamasta mit den seinen,
den woa fost zu weinen.
Wia soi ma des finanziern,
mir haum koa Göd , mir steht des Hirn.

Da Flur mit sein Geschick und seine Mauna,
san daun fleissi saumin gaunga,
hamm so manche Feste,
im Zeughaus gmocht , des woar des Beste.

In a poor  Joahr  wor alles finanziert da Tank und a da Geländewogn,
san ba unsan kloan Feuerwehrhaus ausi gforn.
Da Florian hot bis zur Altersgenze,
geben das allerbeste.

Am  6. Jänner,
is da Grasmuck Peter kemma.
Als Feuerwehrkomandant hot er de Platznot bald erkannt.
Mir san auf d´Gmoa zum Burgermoasta von da Stodt
und haum eam gschüdert unsere Raumnot.

Der hot si draht und hot si gwunden
und hot koa richtigs Grundstück gfunden.
Da Fuchs Hans a alter Feuerwehrgönner,
hot gsogt zu de traurigen Feuerwehrmänner -
waun d´Musi und de Feuerwehr gemeinsam baun ,
daun könnts mei Grundstück beim Friedhof hobn.

Gesagt getan , d´Musi und de Feuerwehrmauna,
san s´Häslbaun augaunga.
Mit viel Geduld und auch mit Kraft,
hauma s´Feuerwehrhausbaun geschafft.

Mit Fleis und mit großen Lasten - hot da Grasmuck gwerkt -
des muast eham lassen.
Als er die Altersgrenze hat erreicht,
hot er des Zepter an den  Rauchegger Sepp gereicht.

Da Sepp i muas euch sogn,
hot a scho fü für d´Feuerwerhr getaun.
In seina Ähra san a scho wida a poor Auto kemma.
Und so is kemma, das ma heut endlich kann sagn,
mir san so weit.
Wir haben jetzt unseren höchsten Stand
an Mannschaft und Gerät beinand.

Und san, was uns am meisten g´freit
mit unserer Nachbarwehr so weit
Das neama g´stritten wird und g´neit.
Jetzt is des Feuerwehr sei erst a Freid.

Und könnt Herr Skal jetzt obaschaun
den standerts Wasser in die Augn
und freudenstrahlend würd er sogn:
So wollt ichs vor (70) 120 Jahren scho haben.

 

Freiwillige Feuerwehr Zell/Ybbs

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